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[2017-12-03 21:02:43] #Id: 14945 | View: 215

Wolfenstein II: The New Colossus

Im Jahr 1981 erschien mit „Castle Wolfenstein“ von Muse Software einer der ersten Schleich-Shooter überhaupt. Aus dem großen Erfolg wuchs eine komplette Reihe. 2014 entschied sich ID Software, die Reihe rund um Wolfenstein fortzuführen und sie so auf die aktuelle Konsolengeneration zu heben. Jetzt gibt es mit „The New Colossus“ den direkten Nachfolger.

Die Handlung wird direkt fortgesetzt. Der Spieler schlüpft wieder in die Rolle des Amerikaners B.J. Blazkowicz und zieht erneut gegen das Regime in den Kampf. In der Alternativweltgeschichte hat das Regime den Zweiten Weltkrieg gewonnen und unterjocht die Welt. Im Jahr 1961 ziehen wir so wieder aus, um gegen die SS-Obergruppenführerin Irene Engel und deren Schergen und Entwicklungen anzutreten. Dabei wird die Story deutlich persönlicher als im ersten Teil. Nachdem der Spieler mit Blazkowicz bereits einiges erlebt hat, gibt es jetzt einige Details zu dessen Privatleben. Auch Spieler die erst mit diesem Teil einsteigen, werden gut abgeholt – im Vorspann wird die Handlung des ersten Teils comichaft aufbereitet und kurz aber ausreichend zusammengefasst. Hinzu kommen einige Erinnerungen an die offensichtlich schwierige Kindheit des Protagonisten, so gibt es eine ungewohnte persönliche Beziehung zu der Figur.


Die Erzählung ist für einen Shooter nahezu untypisch, überraschend abwechslungsreich und bietet auch die eine oder andere (unerwartete) Wendung. Dass die Entwickler viel Wert auf die Handlung legten, wird bereits bei den ersten, sehr aufwendigen, Zwischensequenzen klar. Um die drückende Story aufzulockern, gibt es aber auch wieder jede Menge Humor und eine gute Mischung aus unfreiwillig komischen Sequenzen, absolut überzeichneten Charakteren und markigen Sprüchen. Wolfenstein II nimmt sich selbst, wie auch der Vorgänger, meist nicht ernst - ein guter Ansatz für ein sonst viel zu drückendes Spiel. So macht es dennoch jede Menge Spaß, sich durch eine düstere Welt zu schießen.

Hinter dem „Regime“ verbergen sich eigentlich die Nazis. Leider gab es hier im deutschsprachigen Raum wieder große Diskussionen und anschließende Anpassungen des Spiels. Da die Darstellung von Hakenkreuzen nicht erlaubt ist, waren die Entwickler von MachineGames wieder dazu gezwungen, diese vollkommen aus dem Spiel zu entfernen. Statt des Dritten Reichs gibt es jetzt das Regime. Das Erkennungsmerkmal ist das schwarze Wolfenstein Logo auf schwarzem Hintergrund. Die Ähnlichkeit ist nicht zufällig – vielmehr ein Hinweis auf die schwierige Debatte zwischen künstlerischer Freiheit und Wiederbetätigung.


Neben einer guten Handlung hat der Shooter aber auch technisch jede Menge zu bieten. Grafik, Soundtrack und Geräusche sind auf einem extrem hohen Niveau, der Titel wurde sogar für die Xbox One X in 4K und HDR optimiert. Alle Darstellungen sind sehr detailreich und liebevoll ausgestattet. Ein Propaganda Poster hier, eine Statue da – so schafft der Titel eine unheimlich dichte Atmosphäre und ein sehr vereinnahmendes Spielerlebnis.

Im Kern selbst bleibt Wolfenstein II aber ein absolut klassischer Shooter. Gesundheit regeneriert nur bis zu einem gewissen Level von alleine, ansonsten benötigt ihr Medipacks, um euch zu erholen. Die Geschwindigkeit ist extrem hoch, Munition hingegen relativ knapp. Hierfür müsst ihr euch die fallen gelassene Munition der bereits besiegten Gegner besorgen. Der Schwierigkeitsgrad ist äußerst hoch, bereits die zweitleichteste Einstellung konnte mich gut herausfordern. Wahlweise könnt ihr die Missionen aber auch „langsamer“ angehen. Schalldämpfer und Wurfaxt sind eine Hommage an die wahre Herkunft des Shooters aus den 1980ern. Für taktischen Tiefgang sorgen die Kampfmods, mit denen ihr Level anpassen könnt, das Vorteilssystem und die Waffenupgrades. Alle Systeme sind sehr einfach gestaltet und bleiben so für den Spieler sehr zugänglich.

Schattenseiten? Gibt es nur wenige. Es gibt leichte Probleme bei der Synchronisierung, so ist die Sprachausgabe oft nicht lippensynchron. Generell kommt es ab und an zu leichten Soundaussetzern.  Beides ist aus meiner Sicht verkraftbar, im Hinblick auf die Immersion jedoch schade.


Wer sich jetzt auf große Multiplayer-Schlachten mit toller Grafik freut, wird ebenfalls enttäuscht sein. Bei Wolfenstein II haben sich die Entwickler, meiner Meinung nach zu Recht, rein auf den Single-Player Modus konzentriert. Es gibt keinen Onlinemodus, die Story und das Spiel gegen die KI stehen im Vordergrund. Nach vielen Jahren voll liebloser Kampagnen, die rein aus Pflichterfüllung Spielen beigelegt wurden, kann ich diese Entscheidung nur begrüßen.

Mit „Wolfenstein II: The Collosus“ liefert MachineGames eine würdige Fortsetzung eines bereits sehr guten Shooters ab. Dabei schaffen es die Entwickler, eine unheimlich persönliche, tiefgründige Story aufzubauen, diese an den richtigen Stellen aber immer mit etwas Humor zu entschärfen und den Spieler so nicht allzu sehr zu belasten. Abseits der Handlung gibt es ein technisch fast perfektes Singleplayer Spiel auf technisch höchstem Niveau. Shooter Freunde können ohne Bedenken zugreifen und so viele Stunden klassischen Shooter-Spaß mit überraschend viel Tiefgang genießen.

Wertung: 4,5 von 5 Sterne
+ Tolle Story, viel Tiefgang, 4K UHD Grafik
- Synchronisationsprobleme, Tonaussetzer, kein Multiplayer Modus




[upd. 2017-12-04 13:38:52::59(JGr)]

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Wolfenstein II: The New Colossus

Im Jahr 1981 erschien mit „Castle Wolfenstein“ von Muse Software einer der ersten Schleich-Shooter überhaupt. Aus dem großen Erfolg wuchs eine komplette Reihe. 2014 entschied sich ID Software, die Reihe rund um Wolfenstein fortzuführen und sie so auf die aktuelle Konsolengeneration zu heben. Jetzt gibt es mit „The New Colossus“ den direkten Nachfolger.

Die Handlung wird direkt fortgesetzt. Der Spieler schlüpft wieder in die Rolle des Amerikaners B.J. Blazkowicz und zieht erneut gegen das Regime in den Kampf. In der Alternativweltgeschichte hat das Regime den Zweiten Weltkrieg gewonnen und unterjocht die Welt. Im Jahr 1961 ziehen wir so wieder aus, um gegen die SS-Obergruppenführerin Irene Engel und deren Schergen und Entwicklungen anzutreten. Dabei wird die Story deutlich persönlicher als im ersten Teil. Nachdem der Spieler mit Blazkowicz bereits einiges erlebt hat, gibt es jetzt einige Details zu dessen Privatleben. Auch Spieler die erst mit diesem Teil einsteigen, werden gut abgeholt – im Vorspann wird die Handlung des ersten Teils comichaft aufbereitet und kurz aber ausreichend zusammengefasst. Hinzu kommen einige Erinnerungen an die offensichtlich schwierige Kindheit des Protagonisten, so gibt es eine ungewohnte persönliche Beziehung zu der Figur.


Die Erzählung ist für einen Shooter nahezu untypisch, überraschend abwechslungsreich und bietet auch die eine oder andere (unerwartete) Wendung. Dass die Entwickler viel Wert auf die Handlung legten, wird bereits bei den ersten, sehr aufwendigen, Zwischensequenzen klar. Um die drückende Story aufzulockern, gibt es aber auch wieder jede Menge Humor und eine gute Mischung aus unfreiwillig komischen Sequenzen, absolut überzeichneten Charakteren und markigen Sprüchen. Wolfenstein II nimmt sich selbst, wie auch der Vorgänger, meist nicht ernst - ein guter Ansatz für ein sonst viel zu drückendes Spiel. So macht es dennoch jede Menge Spaß, sich durch eine düstere Welt zu schießen.

Hinter dem „Regime“ verbergen sich eigentlich die Nazis. Leider gab es hier im deutschsprachigen Raum wieder große Diskussionen und anschließende Anpassungen des Spiels. Da die Darstellung von Hakenkreuzen nicht erlaubt ist, waren die Entwickler von MachineGames wieder dazu gezwungen, diese vollkommen aus dem Spiel zu entfernen. Statt des Dritten Reichs gibt es jetzt das Regime. Das Erkennungsmerkmal ist das schwarze Wolfenstein Logo auf schwarzem Hintergrund. Die Ähnlichkeit ist nicht zufällig – vielmehr ein Hinweis auf die schwierige Debatte zwischen künstlerischer Freiheit und Wiederbetätigung.

Neben einer guten Handlung hat der Shooter aber auch technisch jede Menge zu bieten. Grafik, Soundtrack und Geräusche sind auf einem extrem hohen Niveau, der Titel wurde sogar für die Xbox One X in 4K und HDR optimiert. Alle Darstellungen sind sehr detailreich und liebevoll ausgestattet. Ein Propaganda Poster hier, eine Statue da – so schafft der Titel eine unheimlich dichte Atmosphäre und ein sehr vereinnahmendes Spielerlebnis.

Im Kern selbst bleibt Wolfenstein II aber ein absolut klassischer Shooter. Gesundheit regeneriert nur bis zu einem gewissen Level von alleine, ansonsten benötigt ihr Medipacks, um euch zu erholen. Die Geschwindigkeit ist extrem hoch, Munition hingegen relativ knapp. Hierfür müsst ihr euch die fallen gelassene Munition der bereits besiegten Gegner besorgen. Der Schwierigkeitsgrad ist äußerst hoch, bereits die zweitleichteste Einstellung konnte mich gut herausfordern. Wahlweise könnt ihr die Missionen aber auch „langsamer“ angehen. Schalldämpfer und Wurfaxt sind eine Hommage an die wahre Herkunft des Shooters aus den 1980ern. Für taktischen Tiefgang sorgen die Kampfmods, mit denen ihr Level anpassen könnt, das Vorteilssystem und die Waffenupgrades. Alle Systeme sind sehr einfach gestaltet und bleiben so für den Spieler sehr zugänglich.

Schattenseiten? Gibt es nur wenige. Es gibt leichte Probleme bei der Synchronisierung, so ist die Sprachausgabe oft nicht lippensynchron. Generell kommt es ab und an zu leichten Soundaussetzern.  Beides ist aus meiner Sicht verkraftbar, im Hinblick auf die Immersion jedoch schade.


Wer sich jetzt auf große Multiplayer-Schlachten mit toller Grafik freut, wird ebenfalls enttäuscht sein. Bei Wolfenstein II haben sich die Entwickler, meiner Meinung nach zu Recht, rein auf den Single-Player Modus konzentriert. Es gibt keinen Onlinemodus, die Story und das Spiel gegen die KI stehen im Vordergrund. Nach vielen Jahren voll liebloser Kampagnen, die rein aus Pflichterfüllung Spielen beigelegt wurden, kann ich diese Entscheidung nur begrüßen.

Mit „Wolfenstein II: The Collosus“ liefert MachineGames eine würdige Fortsetzung eines bereits sehr guten Shooters ab. Dabei schaffen es die Entwickler, eine unheimlich persönliche, tiefgründige Story aufzubauen, diese an den richtigen Stellen aber immer mit etwas Humor zu entschärfen und den Spieler so nicht allzu sehr zu belasten. Abseits der Handlung gibt es ein technisch fast perfektes Singleplayer Spiel auf technisch höchstem Niveau. Shooter Freunde können ohne Bedenken zugreifen und so viele Stunden klassischen Shooter-Spaß mit überraschend viel Tiefgang genießen.

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